Dankbar für… Woche 6

Projekt “#dankbarfuer” – Woche 6

Unbekannte Situationen

Neue Leute, neue Umgebung, neue Aufgaben, neue Routinen – ein Freund davon bin ich echt nicht. Ich bin Gewohnheitstier. Ich mag es, Dinge einschätzen zu können. Mich auf Dinge einstellen zu können. Aber es ist doch sehr, sehr wichtig, unbekannte Wege zu betreten. Sich einfach mal in unbekannte Situationen zu stürzen. Denn die bringen einem viel bei.

Gewitter

Den ganzen Tag ist es schon schwül. Drückend. Das Denken fällt schwer. Das Atmen auch. Jeder Luftzug ist Erleichterung. Doch dann: Der große Auftritt des Himmels. Wolkentürme. Untergangsstimmung. Bass von oben. Alles erzittert. Erst Windstille, dann Sturm. Und ein Netz aus Blitzen, das den Himmel durchadert. Was kann man da anderes tun, als gebannt zuzusehen? Und sich über Sturm und Regen freuen wie ein kleines Kind.

Ein Album hören

Ein Album von vorne bis hinten hören – in der Zeit von Streaming-Diensten und iTunes-Einzel-Downloads ist das selten geworden. Umso schöner, mal richtig altmodisch ein Album vorn vorne bis hinten zu hören. Im Auto, während man über die Autobahn fetzt. Sich auf freuen auf das, was kommt. Zu überlegen, was sich die Künstler bei der Zusammenstellung gedacht haben könnten. Und alles lauthals mitsingen. (Sehr zur Freude der Autofahrer neben einem, übrigens.)

(Neue) Ordnung

Ich liebe Ordnung. Ich liebe Systeme. Kategorien. Schubladen. Was Dinge angeht – nicht, was Menschen angeht. Auch wenn ich gerne jeden einzelnen Winkel meiner Wohnung vollstopfe, hat alles System. Ich weiß, wo was ist. Und schöner ist’s noch, diese Ordnung mal über den Haufen zu werfen. Und neu zu denken.

Erinnerungsfotos

„Gott, ist das schon so lange her? Wie sahen wir denn damals aus?! In welchem Jahr war das doch gleich? Da warst du doch in diesen Dingens verschossen, oder? Und du warst in dieser ziemlich krassen Phase… Dass es da noch Fotos von gibt!“

Wieder etwas Altmodisches – Fotos. Auf Papier! Gar eingeklebt, in Fotoalben! Sieht man sich eigentlich nie an. Verschwenden ja doch nur Platz. Müssen bei jedem Umzug mitgeschleppt werden. Oder vermüllen den elterlichen Keller. Aber: Wenn man sie sich mal wieder ansieht, gibt’s fast nichts Schöneres.

Ein Herzschlag im Chaos

Tief in der Nacht. Die meisten betrunken. Der Boden klebt. Auf dem Balkon werden Gläser zerdeppert. Der Bass wird immer höher geregelt. Die Augen jucken, aber ins Bett will noch keiner.

Dann heißt es plötzlich: Kommt mal mit, ich muss euch was zeigen. Ein Smartphone wird gezückt. Darauf ein kleiner, weißer Fleck. „Groß wie ein Gummibärchen.“ Fragezeichen in unseren Gesichtern. „Na, das ist das erste Bild von meinem Kind! Ich werde Vater!“ Ungläubigkeit. Kein Scherz? Kein Scherz. Irrsinn! Freude, unbändige. Und dazwischen: ein kleiner Herzschlag. Mitten im Chaos.

Alte Freunde

Jahrelang nicht gesehen. Nie engen Kontakt gehabt. Aber dann abends im Schein von Lichterketten und Holzfeuer zusammensitzen. Was machst du gerade? Was mache ich gerade? Und was hältst du davon, was die Welt macht? Egal, wann man sich das nächste Mal wiedersieht – dieser Abend hier, der zählt.

DAS PROJEKT

Einmal pro Woche fasse ich zusammen, wofür ich in der vergangenen Woche besonders dankbar war. Und erkläre ganz kurz. Vielleicht wird das hier ja eine ganz interessante Reise.

Immer montags!

Und warum mache ich das?

Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, kurz vorm Einschlafen mir ein Wort, einen Begriff, in Erinnerung zu rufen, der am besten zusammenfasst, wofür ich an diesem Tag dankbar war.

Das hilft ganz gut dabei, all den negativen Kram auszublenden. Der kann einen ja gerade abends gut wach halten. Und das Schöne, Positive leicht verdrängen. Aber das wär doch echt schade.

Dankbar für… Woche 5

Projekt „#dankbarfuer“ – Woche 5

Zufällig über Musik stolpern

…die man dann in Dauerschleife hört. Und sei’s für einen Tag, eine Stunde, weil sie einem dann auf die Nerven gehen. Egal! Für diesen Glücksmoment, diese Glücksmomente: danke!

(Zuletzt etwa Asaf Avidans melancholisch-schönes „Gold Shadow“, aus dem Zeilen wie diese stammen: „There’s a bent willow in the moonlight painted blue / There’s a spent window silhouetting you / Deep and true as whiskey / Soft and sure as lies“)

Momente, die alles wieder gut machen

Die zu finden, ist oft verdammt schwierig. Manchmal sieht alles so aussichtslos aus, so traurig und unnütz. Aber manchmal reicht nur ein kleiner Schritt zur Tür hinaus, oder ein Griff zum Telefon, oder ein bestimmtes Lied, das man mitsingt, so laut man kann. Kleine, unendlich kleine Dinge. Doch sie können die Welt auf einen Schlag in eine andere verwandeln.

Tagebuch

Manche Dinge kann man einfach nicht erzählen. Oder noch nicht. Niemandem. Niemandem? Nicht ganz. Tagebuchschreiben hilft, Dinge zu ordnen. Einzuordnen. Gedanken gerade zu kriegen, zu glätten. Man kann zurückblättern. Sich wundern, sich erinnern, lachen, weinen. Und das Gute: Man kann immer weiterblättern. Zu neuen, unbeschriebenen Seiten. Und was darauf stehen wird, weiß man noch nicht. Zum Glück.

Möwenschreie

…und man weiß, man ist zu Hause. Auch wenn man nicht hierher kommt.

Abende am Hafen

Laue Nacht. Der Himmel über uns schwarz. Vor uns das Wasser. Es plätschert sanft. Schwappt gegen die Schiffe, die hier vertaut sind. Schwach beleuchtet, wie Partyzelte. Darüber strahlen die Sterne. Denn die Gewitterwolken sind weitergezogen. Aber wir, wir bleiben hier.

Und aus gegebenem Anlass…

…Schatten, Wind, Klimaanlagen, Eiswürfel, Fächer, Ventilatoren, Kühlschränke, der Gedanke an die Arktis. Und zu wissen, dass es irgendwann mal wieder HERBST sein wird.

DAS PROJEKT

Was ist das hier?

Einmal pro Woche fasse ich zusammen, wofür ich in der vergangenen Woche besonders dankbar war. Und erkläre ganz kurz. Vielleicht wird das hier ja eine ganz interessante Reise.

Immer montags!

Und warum mache ich das?

Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, kurz vorm Einschlafen mir ein Wort, einen Begriff, in Erinnerung zu rufen, der am besten zusammenfasst, wofür ich an diesem Tag dankbar war.

Das hilft ganz gut dabei, all den negativen Kram auszublenden. Der kann einen ja gerade abends gut wach halten. Und das Schöne, Positive leicht verdrängen. Aber das wär doch echt schade.

Dankbar für… Woche 4

Wofür bist du dankbar? Am Ende eines Tages? Einer Woche?

Einmal pro Woche fasse ich zusammen, wofür ich in der vergangenen Woche besonders dankbar war. Und erkläre ganz kurz.

Vielleicht wird das hier ja eine ganz interessante Reise. Immer montags!

Projekt “#dankbarfuer”  –  WOCHE 4

Flugmodus

Nochmal Mails checken? Hat mir da jemand auf WhatsApp geschrieben? Ich warte noch auf eine Nachricht von…! Ich wollte doch noch schnell dieses eine Foto auf Instagram posten. Aber: nix da. Flugmodus an, und im Kopf ist mehr Ruhe. Nichts checken, posten, retweeten, antworten. Durchatmen.

Briefe von Harry Rowohlt

Das Buch „Der Kampf geht weiter – nicht weggeschmissene Briefe“ mit Briefen von Harry Rowohlt hatte ich schon lange im Bücherregal stehen. Jetzt ist Rowohlt gestorben. Und ich habe das Buch aus dem Regal gewühlt. (Woher kommt es eigentlich, dass man sich mit dem Werk eines Menschen oft erst richtig beschäftigt, wenn er gestorben ist?) Ein total lesenswertes Buch. Und, Harry, was warst du wohl für eine coole Sau! Und ich denke mir: Verdammte Hacke, Briefe selber schreiben – müsste man echt öfter machen.

Tanzen, auch wenn es (oder gerade weil) keiner sieht

Was auch immer man von Mumford & Sons halten mag, die alte oder die neue Richtung – aber „The Wolf“ (live natürlich) ist äußerst tanzbar. Ob das nun jemand sieht oder nicht, ist vollkommen egal. Es gibt diesen kitschigen Poesiealbum-Spruch: „Tanze als würde dich niemand sehen. Liebe als wäre dein Herz nie gebrochen. Singe als würde dich niemand hören. Lebe als gäbe es kein Morgen.“ Jaja, carpe diem und so. So oder so macht’s aber einfach verdammt gute Laune. Mir zumindest.

Wochenend-Trips

Irgendwie wird’s schon klappen mit dem Navi. Irgendwie werden schon alle Schlafsäcke und Rucksäcke Platz haben. Irgendwie kommen wir schon durch drei Länder. Und irgendwie passen wir schon in dieses belgische Studentenapartment. Hauptsache, wir sind zusammen. Und verbringen ein wunderschönes Wochenende.

Vier Jahre

„Also woher kennt ihr euch?“ – „Wir haben zusammen angefangen zu studieren.“ – „Und jetzt nicht mehr?“ – „Na ja, ein paar von uns machen jetzt was anders, manche sind fertig…“ – „Und ihr wohnt über ganz Deutschland verteilt?“ – „Teilweise über Europa verteilt.“ – „Und ihr seid immer noch befreundet?“ – „Klar. Seit vier Jahren inzwischen.“

Vier Jahre mit euch. Wow. Danke!

Dieses Projekt… warum mache ich das?

Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, kurz vorm Einschlafen mir ein Wort, einen Begriff, in Erinnerung zu rufen, der am besten zusammenfasst, wofür ich an diesem Tag dankbar war.

Das hilft ganz gut dabei, all den negativen Kram auszublenden. Der kann einen ja gerade abends gut wach halten. Und das Schöne, Positive leicht verdrängen. Aber das wär doch echt schade.

Dankbar für… Woche 3

Wofür bist du dankbar? Am Ende eines Tages? Einer Woche?

Ich starte ein neues Projekt: “dankbarfuer”. Einmal pro Woche fasse ich zusammen, wofür ich am jeden einzelnen Tag der vergangenen Woche besonders dankbar war. Und erkläre ganz kurz.

Vielleicht wird das hier ja eine ganz interessante Reise. Immer montags!

Projekt “#dankbarfuer”  –  WOCHE 3

Krisentreffen mit Freunden

„Moment – ich bin gleich da!“ Innerhalb von einer Stunde sitze ich einer sehr guten Freundin gegenüber. Die mit kaputtem Band extra hergekommen ist. Damit wir reden können. Sie meine Hand hält. Wir schimpfen können. Und lachen können. Plötzlich sieht die Welt wieder anders aus. Danke. Für solche Freunde. Und solche Treffen.

Sterne gucken

Hier im Ruhrgebiet muss man schon ein bisschen Glück haben, um einen richtig schönen Sternenhimmel zu sehen. Aber Metropolregion, Lichtverschmutzung und Großstadt hin oder her: Ins Gras legen, hochgucken, Sterne betrachten. Und zugucken, wie mehr und mehr Sterne dazukommen.

Mit Überforderung umgehen

Wie ist denn das jetzt gemeint? Ist das richtig so? Mache ich es falsch? Wo ist denn hier der rote Faden, der große Plan? Und wie viele Fragen, die sich nicht beantworten lassen, verträgt so ein normaler Menschenkopf eigentlich? Überforderung! Gut, wenn die beste Freundin einen da ganz schnell wieder runterbringen kann. Man muss ja nicht auf alles eine Antwort haben.

Arbeitstage, die aus der Reihe tanzen

Zwei Kolleginnen und ich sind im Namen der Arbeit unterwegs. Auf einem großen Campusfest. Wir: in bunt – Sender-Outfit. Die Leute sind neugierig, lassen sich in Gespräche verwickeln, sind interessiert. Und freuen sich über Kekse (und Flyer). Um uns herum: bestes Essen, Musik, Wassereis, Kinderschminken, Spiele. Ich hätte das den ganzen Tag machen können!

Perspektive

Manchmal verrückt alles. Und man sieht sich selbst, die eigenen Probleme, und nichts anderes mehr. Unheimlich wertvoll, wenn man dann Leute hat, die die richtigen Fragen stellen. „Hast du das schon mal so gesehen?“ – „Vielleicht ist das ja auch ganz anders gemeint?“ – „Wenn du an der Stelle des anderen wärst, würdest du es dann nicht auch so machen?“ Und auf einmal versteht man. Und da sind sie, die Perspektiven. Der Wald, den man vor lauter Bäumen nicht mehr gesehen hat. Danke!

Bahnreisen mit Papa

In den Urlaub sind wir früher immer im Auto gefahren. Ich verbinde daher Bahnreisen nicht mit Urlaub, Familie oder Kindheit. Wie besonders ist es da, mal mit dem eigenen Vater Bahn zu fahren. (Vor allem, weil er eigentlich nie Bahn fährt!) Wir teilen uns einen Vierer. Zwischen uns ein Tisch. Darauf: Zeitungen, Getränke, Lesebrille, Smartphones. Aber diese Dinge sind uns egal. Wir reden. Über Gott und die Welt, die an unserem Fenster vorbeirauscht. Auf einmal haben wir Zeit. Und schweigen auch mal. Und plötzlich fühlt es sich doch nach Kindheit und Urlaub an.

Erdbeerkuchen

Braucht keine Erklärung, finde ich.

Dieses Projekt… warum mache ich das?

Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, kurz vorm Einschlafen mir ein Wort, einen Begriff, in Erinnerung zu rufen, der am besten zusammenfasst, wofür ich an diesem Tag dankbar war.

Das hilft ganz gut dabei, all den negativen Kram auszublenden. Der kann einen ja gerade abends gut wach halten. Und das Schöne, Positive leicht verdrängen. Aber das wär doch echt schade.

Dankbar für… Woche 2

Wofür bist du dankbar? Am Ende eines Tages? Einer Woche?

Ich starte ein neues Projekt: „dankbarfuer“. Einmal pro Woche fasse ich zusammen, wofür ich am jeden einzelnen Tag der vergangenen Woche besonders dankbar war. Und erkläre ganz kurz.

Vielleicht wird das hier ja eine ganz interessante Reise. Immer montags!

Projekt „#dankbarfuer“  –  WOCHE 2

Träume

Ist natürlich oll-pauschal. Aber allein die Freude auf den nächsten Tag zählt für mich als Traum. Oder Vorstellungen davon, wie etwas werden könnte. Was etwas werden könnte. Wohin es einen ziehen könnte. Mehr Träume für die Welt!

Ankommen

Nicht viel erklären müssen. Verstanden werden. Auch ohne viele Worte. Oder große Worte. Beine ausstrecken, Augen schließen. Und zu wissen: Ich bin angekommen.

Live-Aufnahmen von Pearl Jam

Manchmal will man was herausschreien. Und wer könnte das schöner als Pearl Jam.

Küstenwind

Autofenster runterkurbeln. Wind schlägt dir entgegen. Möwengeschrei. Vor dir: das Meer. Du steigst aus. Der Wind reißt an deiner Jacke. Die Sonne ist so hell. Sie glitzert im Meer. Wo kann es schöner sein als hier?

Faul sein

Es sind 30 Grad. Mir zu heiß. Die anderen joggen 15 Kilometer. Tragen Volleyball-Turniere aus. Springen Trampolin um die Wette. Sollen sie machen. Ich liege auf der Wiese, im Schatten. Und bin faul. Herrlich!

Draußen essen

Es hat etwas unheimlich Kindisches, draußen zu essen. Kindisch-toll. Etwas Besonderes ist es sowieso. Blätter landen auf den Tellern. Mindestens eins in der Sauce. Irgendwas weht immer weg. Um einen herum Hasen, Vögel, rauschende Baumkronen, Sonne, Wind. Man hat was vergessen und muss kurz rein, ins dunkle Haus. Aber man darf schnell wieder raus, an den Holztisch, zu den Freunden. Nach draußen. Mehr davon!

Pause zwischen Gänseblümchen

Eine Decke, eine Wiese, ein blauer Himmel, Vogelgezwitscher, viele Blumen. Mehr braucht’s nicht. (Und umsonst ist’s auch noch.)

Dieses Projekt… warum mache ich das?

Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, kurz vorm Einschlafen mir ein Wort, einen Begriff, in Erinnerung zu rufen, der am besten zusammenfasst, wofür ich an diesem Tag dankbar war.

Das hilft ganz gut dabei, all den negativen Kram auszublenden. Der kann einen ja gerade abends gut wach halten. Und das Schöne, Positive leicht verdrängen. Aber das wär doch echt schade.

Dankbar! Für…

Wofür bist du dankbar? Am Ende eines Tages? Einer Woche?

Ich will ein neues Projekt starten: „dankbarfuer“. Einmal pro Woche fasse ich zusammen, wofür ich am jeden einzelnen Tag der vergangenen Woche besonders dankbar war. Und erkläre ganz kurz.

Warum? Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, kurz vorm Einschlafen mir ein Wort, einen Begriff, in Erinnerung zu rufen, der am besten zusammenfasst, wofür ich an diesem Tag dankbar war.

Das hilft ganz gut dabei, all den negativen Kram auszublenden. Der kann einen ja gerade abends gut wach halten. Und das Schöne, Positive leicht verdrängen. Aber das wär doch echt schade.

Vielleicht wird das hier ja eine ganz interessante Reise. Immer montags!

Projekt „#dankbarfuer“  –  WOCHE 1

Familienchaos

Egal wie nervig die Brüder manchmal sind oder wie anstrengend das Verhältnis zu den Eltern sein kann – wenn die Familie abends zusammensitzt (was selten genug passiert), beim guten Essen, einem Glas Rotwein, und Frieden einkehrt – dann bin ich dankbar für alle, und alles. Auch das Chaos.

Blindes Verstehen zwischen Freunden

Ein Kochabend mit Freunden, und man isst und quatscht stundenlang. Die Stimme einer Freundin durchs Telefon direkt am Ohr, obwohl sie Hunderte Kilometer weit weg ist. Ein paar Fotos mit einer Freundin via Smartphone austauschen: „Wo bist du?“ „Was machst du?“ „Steht mir das?“ „So sieht’s bei mir gerade aus!“ Gold wert.

Erlebtes

Erinnerungen. Freude. Schmerz. Bilder, im Kopf, im Herzen. Geschichten, Jahre alt. Schön, furchtbar, schmerzhaft, einzigartig. Danke.

Kreative Einfälle

Abends, eigentlich schon viel zu spät. Morgen früh muss ich schließlich arbeiten. Aber der Kopf gibt keine Ruhe. Rattert, rattert, rattert. Ganz viele Ideen, Bilder, Gesprächsfetzen. Schön, wenn der Rest des Körpers sich dann mitreißen lässt. Schlafen kann ich auch noch morgen Abend.

Mut zu kleinen Dingen

Manchmal braucht es gar nicht viel, um mutig zu sein. Also, mutig fürs eigene Leben. Ein offenes Lächeln. Ein „Kann ich Ihnen helfen?“. Ein Gang zum Friseur. Ein Klick auf den „Antworten“-Button.

Infrage stellen

Mich selbst anzweifeln, das kann ich gut. Aber genauso gut kann ich alles um mich herum infrage stellen. Das nervt oft. Kann ich nicht endlich mal Frieden schließen, mit mir und der Welt?, denke ich mir dann. Aber manchmal denke ich mir auch: Nö. Und das ist gut so. Denn man sollte nicht alles einfach so hinnehmen. Es ist okay, manchmal zu zweifeln.

Bauchkribbeln

Furchtbar. Weil begleitet von: Schlaflosigkeit, Übelkeit, nassen Achseln, zitternden Händen, dem spontanten Verlust sämtlicher Coolness. Aber furchtbar schön.