„Plus Size Models“ – ein Label wie jedes andere?

Fastenzeit und Körperbild, Teil 1

Zum Auftakt meiner Selbst-Beobachtung in der Fastenzeit – folgendes Zitat des Plus-Size-Models Ashley Graham:

I had to learn to reclaim my body as my own. (…) Curvy models are becoming more and more vocal about the isolating nature of the term „plus size“. We are calling ourselves what we wanna be called; women. With shapes that are our own. I believe beauty is beyond size. With so much emphasis on the body’s external, it’s no wonder we all suffer so much internally.

Das Zitat stammt aus diesem TEDx-Talk des Models (9 Minuten).

Ashley Graham hat für Furore gesorgt, indem sie das Cover der Zeitschrift „Sports Illustrated“ ziert – als erstes sogenanntes „Plus Size Model“. Also ein Model, das nach den Maßstäben der Modeindustrie übergewichtig ist. Laut Ashley Graham beginnt Übergewicht in der Modeindustrie bei size 8, das entspricht einer deutschen Größe 38.

Plus Size – ein Label jedes andere? Aber ganz sicher. Da gibt es die „normalen“ Models – meist weißhäutig, sehr groß, abgemagert. Und sogar untergewichtig reicht nicht immer aus, wie beim schwedischen Model Agnes Hedengard. Und dann gibt es alles, was „Plus Size“ ist.

Umso schöner, dass Models sich dafür aussprechen, die Labels sein zu lassen. Size Zero oder Plus Size? Was soll’s! Je eher man das Labeln weglässt, umso schneller kann ein Umdenken stattfinden. Dass viele verschiedene unterschiedliche Körperformen nämlich ganz normal sind. Und dass die nichts mit dem Gewicht zu tun haben. Und dass Gewicht und Schönheit zwei Themen sind, die nicht voneinander abhängen.

Tja. Schön wär’s.

SEHENSWERT

Der Film „Straight/Curve“, der Ende 2016 herauskommen soll. Er beschäftigt sich mit dem „Trend Plus Size Model“ und dem Körperbild, das die Modeindustrie vermittelt.

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